Ernst Jünger wurde am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. Im Alter von 16 Jahren trat er mit seinem Bruder Friedrich Georg der Wandervogelbewegung bei, welche ihn zu ersten Gedichten inspirierte. Während des ersten Weltkrieges diente Jünger als Kriegsfreiwilliger. 1920 veröffentlichte er sein erfolgreiches Werk „In Stahlgewittern“, in welchem er seine Kriegserlebnisse schilderte. Nach seinem abgebrochenen Zoologie- und Philosophiestudium arbeitete er als freier Schriftsteller. Obwohl er sich an verschiedenen national-revolutionären Zirkeln beteiligte, ließ er sich von Goebbels nicht für die nationalsozialistische Politik einspannen. Nach einer Hausdurchsuchung durch die Gestapo, zog sich Jünger zunächst nach Goslar zurück, siedelte dann nach Überlingen über und im Jahre 1939 schließlich nach Kirchhorst. Sein dort verfasster Roman „Auf den Marmorklippen“ wurde als literarischer Angriff auf das nationalsozialistische Regime gedeutet. Nach Beginn des zweiten Weltkrieges war Jünger zunächst als Offizier in Paris und danach im Kaukasus, wurde jedoch im Jahre 1944 aus der Wehrmacht entlassen. Als er sich nach dem Krieg verweigerte den Fragebogen der Alliierten für die „Entnazifizierung“ auszufüllen, erhielt er in der britischen Zone bis 1949 ein Publikationsverbot. Im Jahre 1950 zog er dann nach Wilflingen. Er starb am 17. Februar 1998 in Riedlingen. Obwohl er die rassistische Ideologie der NSDAP ablehnte, wurde er aufgrund seines elitären und nationalistischen Frühwerks als intellektueller Wegbereiter des Nationalsozialismus gesehen, weshalb er zu einem der umstrittensten Autoren Deutschlands gehört.