Martin Heidegger wurde am 26. September 1889 in Meßkirch geboren.
Er starb am 26. Mai 1976 in Freiburg und wurde am 28. Mai in Meßkirch beerdigt. Heidegger gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk ist zum Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen geworden und hat die Philosophie der Gegenwart maßgeblich bestimmt. Die Gesamtausgabe seines Lebenswerks ist auf 100 Bände angelegt. Sein Hauptwerk Sein und Zeit wurde in mehr als fünfundzwanzig Sprachen übersetzt und gehört zu den meist gelesenen und diskutierten Werken der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Die in Sein und Zeit erarbeitete Analytik des menschlichen Daseins ist noch nicht überholt und beispielsweise für die ontologische Grundlegung der Geisteswissenschaften von prinzipieller Bedeutung. Zu den Studenten und Schülern von Martin Heidegger zählen viele bedeutende Philosophen wie Karl Löwith, Hans-Georg Gadamer, Herbert Marcuse, Hannah Arendt, Emmanuel Lévinas oder Hans Jonas. Heideggers Einfluss ragt aber weit über die Philosophie hinaus. Sein Denken hat zahlreiche Natur- und Geisteswissenschaftler maßgeblich beeinflusst. Der Einfluss von Martin Heidegger in Kunst und Literatur kann kaum überschätzt werden. Sogar für die Psychologie, die Psychiatrie und auch die Pflegewissenschaften eröffnet die Daseinsanalytik eine ganz neue und weiterführende Perspektive. In seiner Spätphilosophie entwickelte Martin Heidegger seine Technikkritik. Diese Kritik hat die Ökologiedebatte entscheidend geprägt und wird intensiv diskutiert. Heideggers Sprachphilosophie ist von großer Bedeutung und schließt an die Analytische Philosophie von Ludwig Wittgenstein an. Die Deutung des menschlichen Wohnens aus der Sicht Heideggers wird vor allem in der Architektur immer wieder diskutiert. Problematisch bleibt sein Engegament für den Nationalsozialismus in 1933. Sein Wirken als Rektor der Universität Freiburg (1933-34) wird kontrovers diskutiert, ebenso die Frage nach seinem möglichen Antisemitismus. Seit der Veröffentlichung von seinen Notizbüchern, den sogenannten „Schwarzen Heften“ (2014) wird Heidegger als Person sehr kritisch beurteilt und es stellt sich die Frage, inwiefern sein Denken vom nationalsozialistischen Gedankengut beeinflusst ist. Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen.